


1964 wurde Jakob Marmit, im Ort als „Klares“ bekannt, zum Bürgermeister der damals noch selbständigen Gemeinde Wadrill gewählt. In die 10 Jahre seiner Amtszeit fielen umfangreiche Baumaßnahmen, vor allem Wegebaumaßnahmen: Ausbau der Kirchstraße, der unteren Schulstraße (heute Schlimmfeldstraße), der Almstraße und der unteren Schneiderstraße. Das Gelände im Schlimmfeld wurde in zwei Abschnitten als Baugelände erschlossen. Die Bullenhaltung zur natürlichen Besamung von Rindvieh wurde abgeschafft. Nach jahrelangen heftigen Diskussionen wurde die Oberstufe der Kath. Volksschule 1971 an die Mittelpunktschule in Wadern verlegt. Auch der Versuch, eine kath. Privatschule in Wadrill einzurichten, scheiterte. Im November 1971 konnte die Leichenhalle auf dem Friedhof eingeweiht werden. Das alte Kriegerehrenmal vor der Kirche musste wegen Baufälligkeit abgerissen werden.
Mit der Gebietsreform 1974 wurde die selbständige Gemeinde Wadrill aufgelöst und zum Stadtteil der Großgemeinde Wadern. Damit endete auch die Amtszeit von Jakob Marmit.
Seit 1955 war er Vorsteher der Gehöferschaft Wadrill. Das Interesse an Heckenholz war durch den geringen Ölpreis so geschwunden, dass die Abtriebszeiten verlängert werden mussten. Erst in den 1970er Jahren wurde Holz wieder zum gefragten Brennmaterial. Bis zu seinem 90. Geburtstag 1989 hat Klares die Heckenteilungen geleitet.

