Josef Feilen ist 1896 in Wadrill geboren worden. Er war der Sohn von Nikolaus Feilen (Schouschtder Klòòs). Hier besuchte er die Kath. Volksschule. Sein Abitur machte er am Gymnasium in Prüm (Eifel), dem das Bischöfliche Konvikt, ein Internat für Jungen angeschlossen war. Er studierte in Freiburg und München Jura und promovierte in den 1930er Jahren zum Doktor der Philosophie und der Jurisdiktion. Am Ende des 2. Weltkrieges war er Direktor des Deutschen Instituts für Wirtschaftförderung in Berlin. Verlobt war er mit einem „Fräulein von Lieven“, einer russischen Adeligen, die früher Sekretärin bei Wilhelm Canaris, dem Chef des militärischen Geheimdienstes war. Der war 1945 wegen „Verschwörung“ gegen den Staat hingerichtet worden. Nach dem Krieg besuchte Josef kurzzeitig seine Verwandten in Wadrill. Er starb überraschend bereits am 16.11.1946 kurz nach seiner Rückkehr nach Berlin im Alter von nur 52 Jahren an einem Herzschlag.





Seinen Grabstein mit Inschrift in Berlin hat sein Wadriller Freund Nikolaus („Klaus“) Simon 1947 gestaltet.
Sein Vater war gelernter Schuster, ging gerne auf die Jagd, war wohl auch ausgebildeter Jäger und betrieb ein kleines Geschäft. Helena Brücker war eine Tante, die Schwester seiner Mutter. In seinem Elterhaus gab es ein Casino, also eine Art Wirtshaus. (Maria Marmit-Johann 2001 in: Hans Ludwig – Mit halb Wadrill verwandt, S. 367f)

