Wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag am 14.7.2012 berichtete Erich Brücker in der SZ über das engagierte Leben von Martin Görgen
Wadrill. An diesem Samstag, 14. Juli, feiert Martin Görgen, wohnhaft in der Sitzerather Straße 32 in Wadrill, seinen 80. Geburtstag. Ehefrau Josefine, drei Töchter mit Ehepartnern, fünf Enkel und zwei Urenkel gratulieren zusammen mit der Wadriller Dorfbevölkerung dem noch ausgesprochen rüstigen Jubilar. Neben Familie und Beruf hatte sich der gelernte Schreiner und Hüttenarbeiter der Kommunalpolitik verschrieben. (Seine 1. Ehefrau Irma Görgen, geb. Marmit, war bereits 1983 im Alter von 51 Jahren gestorben. Die Red.)

Die Hälfte seines Lebens war er im Gemeinde- und Ortsrat Wadrill tätig, aber auch im Stadtrat Wadern. Darüber hinaus war Görgen von 1974 bis 1989 Ortsvorsteher in seinem Heimatort. Meilensteine waren die Schaffung von 60 Bauplätzen in den Gebieten Wittum und Alter Sportplatz sowie das Gewerbegebiet Reichertstriesch, der Bau des Sportzentrums Schützenborn an der Wadrill, die Erweiterung des Friedhofs sowie die Organisation und Durchführung der 1000-Jahr-Feier im Hochwaldort unter seiner Regie.Viel Freizeit hat der Jubilar aber auch für die Vereine im Ort geopfert. Im Kirchenchor Cäcilia, beim Männergesangverein Frohsinn, im Fußballclub, beim Karnevalsverein „Die Fratzenmacher“, beim Roten Kreuz und dem Verein der Heimat- und Naturfreunde ist er als Mitglied eingetragen, hat in einigen über unzählige Jahre auch Führungsämter übernommen. Lange war er Sitzungspräsident und Büttenredner, Vorsitzender des Kirchenchores



Als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Wadrill bestimmte die Flurbereinigung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landentwicklung in den vergangenen 25 Jahren das tägliche Leben von Görgen. Hierbei konnte die Zahl der Flurstücke von über 5700 auf etwa 2000 reduziert werden.
Mit den Maßnahmen zur Dorferneuerung, Schaffung von Bauplätzen und gemeinschaftlichen Anlagen, Neuerrichtung der Hochwaldalm, Wirtschaftswegebau sowie Bepflanzungen wurde der Hochwaldort prächtig herausgeputzt. Diese ehrenamtliche Arbeit hat dem Rentner aber auch noch Zeit gelassen, sich der Pflege der Mundart zu widmen, mit der Herausgabe einer CD mit dem Titel „De Wadreijller Sprooch“ als Höhepunkt. eb


Martin starb am 30.12.2017.
Was Erich nicht mehr unterbringen konnte:
Martin war Mitglied der 1. Meistermannschaft des FC Wadrill, einer der ersten Vorsitzenden des DRK, 1965 Karnevalsprinz, Mitautor im Heimatbuch von 1983, langjähriger Vorsitzender der CDU Wadrill.

